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safepictur.es Sascha Fehrentz
Hinrichsring 2
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1. Drehtag – …und bitte!

 

“Sascha, meinst Du das ernst? Wirklich?”

So geht Sascha, Autor und Regisseur, gedanklich an das Set – im inneren Dialog mit sich selbst:
“Bist du nicht gestern erst 25 geworden, hattest eine tolle Vorpremiere für “mar” in Dortmund und dafür eine super stressige Vorbereitung? Und jetzt stehst Du gleich am nächsten Morgen wieder am Set? Ist das dein völliger Ernst? Ohhhh jaaaa!!!!”

“Rosa Strippe, viele Darsteller, mit denen ich schon länger arbeiten will und am ersten Tag ganz entspannt Interviewszenen drehen, wo es wirklich nur auf Kamerasetting und Schauspiel ankommt. Und dann proben für morgen. Entspanntes eingrooven auf die kommenden Tage, insgesamt drei werden wir hier verbringen. Nette Menschen am Set, das ist gleich erkennbar. Wie aber daraus eine Einheit, ein Team formen? Naja, bei den Darstellern am ersten Tag ist das nicht so wichtig, die sind nur am Anfang dabei, also kümmere ich mich intensiv um das Team, allen voran um Kameramann Addie. Wie wird es wohl, sich ausschließlich auf Englisch verständigen zu dürfen? Eine tolle Übung, aber bekomme ich auch transportiert, was ich möchte? Ziehen wir an einem Strang? Das wird sicherlich eine große Herausforderung. Ohhh jaaa!!!”

 

“Am ersten Tag gleich Tränen am Set, am zweiten Tag erste Frustration wegen des geringen Budgets und den damit verbundenen Möglichkeiten was Equipment und Location angeht, am dritten Tag der totale Zeitdruck. Die Sache mit dem Blut… improvisieren – improvisieren. Aber meine große Stärke, nämlich immer einen kühlen Kopf zu bewahren, immer auf alles ein Auge und ein Ohr zu haben, löst auch diese Probleme. Ein Team entsteht und es kann nur zusammenwachsen, wenn es Probleme gibt, die es gemeinsam zu lösen gilt. Also ihr Probleme, kommt! Kommt doch her! Je eher, desto besser. Ohh jaa!!

“Alle sind motiviert und glauben an das Projekt. Für alle ist es eine Chance, etwas zu lernen und zu wachsen. Enttäusch sie einfach nicht und gib ihnen diesen Raum.
Wir werden alle leiden, das habe ich natürlich keinem verraten, aber das werden wir. Hoffentlich schaffe ich es, dass alle wissen, wofür, denn dann werden sie es auch tun und am Ende stolz auf sich sein. Oh ja!!”

 

Oh ja, leiden, das werden wir. Ich habe den Hauch einer Ahnung davon.
Als Produktionsassistentin , durfte ich (Gabi) schon vorkosten, was es bedeutet für ein geistiges Kind zu leiden, sich zu sorgen und zu kümmern, es zu nähren und zu pflegen und schließlich bei allen Zweifeln und Widerständen zu lieben und nächtlich zu bewachen. Aber auch die Freuden zu erleben, wenn das Baby sein erstes Lächeln zeigt und zaghaft einen Fuß vor den anderen setzt.

Bei den ersten Schritten ihm stützend die Hand zu reichen im festen Glauben an die positive Entwicklung von Baby “Beinahe negativ” gehe ich, von der Location-und Sponsorensuche über Recherche und Organisation mit Sascha an den Set. Erstmals mit der Aufgabe betraut, mich um das Wohl der Schauspieler in Form von Catering und Aufmerksamkeit zu kümmern, Organisation und Tagesplanung mitzugestalten und ggf. technisch zu assistieren, bin ich aufgeregt und freu mich wahnsinnig darauf.

 

 

Ob ich meiner Aufgabe gewachsen bin? Auf die eigenen Fähigkeiten zu vertrauen, Furcht vor dem Unbekannte zu bewältigen, mich auf neue Menschen und Aufgaben zu einzulassen, der Wille zu Lernen und Erfahrungen zu sammeln und voraussehbare Widerstände zu überwinden bin ich mit ganzem Herzen bereit.
Bei aller Spannung gelassen bleiben ist eine Herausforderung für mich.

 

Die letzten Tage vor dem Dreh waren ausgefüllt mit der Unterbringung der Schauspieler und Teammitglieder, viel Telefonieren, PC-Arbeit und Einkäufen nach Wuschliste aller Beteiligten. Dafür gab es wenig Schlaf, was in den nächsten Tagen zur Königsdisziplin werden wird.

 

 

 

Herzlich aufgenommen von Dennis, unserem Betreuer in der “Rosa Strippe”, dem Homosexuellenforum in Bochum, findet nach und nach das große Team zusammen. Ich habe das Glück zwei Freundinnen an meiner Seite zu haben, die mir spontan beim Catering helfen. Erst mal gibt´s Kaffee für Kameramann Addie und Beleuchter Ingo. Das wird zum Tagesordnungspunkt Nr.1 für die nächsten 4 Wochen.”

 

 

Beleuchter Ingo
“Irgendwie war es eher ein Proben -als ein Drehtag. Ich war sofort begeistert von Kameramann Addie. Der Kerl ist der Hammer. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Macht Spaß mit ihm zu arbeiten. Ja – und spannend was sich so an Schauspielvolk da tummelte. Wow, so geil was es alles zu essen gab und wie ich ständig mit meinem Lebenselixier versorgt wurde.”

 

 

 

Schauspielerin Debby
“Mein erster Drehtag war mein erster, aber auch zugleich mein letzter Dreh mit Beate.Leider durfte ich nicht öfters mit ihr drehen. Die Zusammenarbeit mit dem Team hat reibungslos geklappt und war sehr entspannend. Was mir leider sehr in Erinnerung geblieben ist, sind diese viel zu hohen Riemchenschuhe…“aua aua aua“, sagte ich nur!!! „Und bitte“, kam von Sascha, und ich blutschwitzend, mit zusammenbeißenden Zähnen, musste gefühlte hundertmal die Straße längs laufen,nicht weil ich es nicht geschafft habe geradeaus zu laufen, sondern weil Passanten jedes Mal die Kamera entdeckten und auf diese reagiert haben.  ”

 

Schauspieler Marcel
“Ich brachte eigentlich nur Aron, den Cutter zum Set, damit er und Sascha sich kennen lernen konnten. Aber einmal am Set freute ich mich auch meine Kollegen zu besuchen und gegen Gabis liebevolles Catering kann ich als Kaffee-und Schokoladenfan eh nicht an. Beeindruckt hat mich die Continuity Nadine mit ihrer herrausragende Professionalität. ”

 

 

 

Schauspieler Nikolai
“Ich warte, fiebere dem neuen Abenteuer entgegen, beäuge gespannt die neuen Gesichter und weiss schon nach dem ersten Tag es wird ein geiles Teil. Mir gefallen Evi´s Quirligkeit, Daniel´s Augenzwinkern, Florianes Rotzigkeit, Lilianes Fiebrigkeit und Joan´s Weichheit. Noch liegt dem Dreh die Magie des Anfangs inne, manches wird sich entzaubern…Zweifel werden kommen und wieder zerstreut, nichts ist wie der Anfang und doch wird das Ergebnis das alles wert gewesen sein!”

 

 

 

Maskenbildnerin Mia
“Erster Drehtag: Rosa Strippe in Bochum. Das ich leicht nervös war, muss ich wohl kaum erwähnen. Bepackt mit Make-up Koffer, Rucksack und allem, was ich sonst noch tragen konnte, machte mich ich mit google.maps Plan auf den Weg. Muss sagen, es war doch einfacher zu finden, als erwartet.
Es war toll, ich konnte mich von Anfang an austoben: So viele verschiedene Charakterte typgerecht zu schminken: Eine Esotherik-Tante, Harz 4 Asi-Braut, ein Mauerblümchen …  Natürlich war es hilfreich, dass vom ersten Tag an, ein super Team da war. Das macht mir den Einstieg doch um einiges leichter. Die Proben hab ich noch mitbekommen, dann rief leider schon Job 2 und ich muste mich wieder auf zum Bahnhof machen.
Tag 2 verlief ähnlich, alles wieder auf Anfang und „genau so“wie am Tag zuvor. Das ist gar nicht so einfach und eine völlig neue Erfahrung für mich. Aber ich will ja immer gerne dazu lernen, also los! ”

 

Helferin Beatrix
“Ich war wahnsinnig neugierig. Keine Ahnung was mich da am Set erwarten würde. Eigentlich wurde ja nur mein Van für das Filmteam im Film gebraucht. Da ich ich nicht gern einfach nur herumstehe sonder leiber zunpacke wenn Arbeit winkt, unterstützte ich meine Freundin Gabi , die als Frau für alle Fälle an allen Ecken gefragt war, beim Catering. Einkaufen, Obst schnippeln , Kaffeekochen, die vielen Menschen nach ihren Bedürfnissen fragen. Eine schöne Arbeit, bei der ich in Gesprächen und Beobachtungen einiges über Menschen erfahren durfte. Ein spannender Ausflug in eine andere Welt.”

 

 

Schauspielerin Beate
“Oh je, meinen ersten Drehtag hab ich sehr caotisch in Erinnerung. Da ich am Abend vorher in Schwerin noch eine Vorstellung hatte & die Nacht durchfahren musste, war ich nach 3 Stunden Schlaf am Set mit diesen vielen Menschen, die alle auf ihren Einsatz warteten. Es war noch ein `Suchen & Finden`, organisieren, koordinieren und beschnuppern. Für Fragen war nicht wirklich Zeit. Es gab die Fraktion, die geduldig Zeit überbrücken musste und die Anderen, welche bis in die Nacht durchgearbeitet hatten. Da lagen dann schon auch mal einige Nerven blank. Respekt an die Crew ;) .
Wunderbar, dass auch gleich der komplette Hauptcast anwesend war. Marcel war zwar noch nicht dran, ist aber schon zur moralischen Unterstützung gekommen. So hatte ich meine Ruhepole, da wir uns alle schon nach unserem Probenwochenende wohlwollend in Herz geschlossen hatten. Ach ja , meine Hauptregieanweisung von Sascha für meine Rolle, die bis zum Ende der Drehzeit gelten sollte: Ich habe `Strahlverbot`bekommen. Wer damit nichts anfangen kann … mir war`s auch erst richtig klar, nachdem ich einen kurzen Blick auf den Monitor erhaschen konnte, wo sich meine Augen zu kleinen Scheinwerfern verwandelten ;) …. danach ging`s Bergauf. ”

 

Schauspielerin Floriane
“Wie fast immer vor einem Dreh war ich ein wenig aufgeregt.
Der erste Tag war für die Schauspieler der Selbsthilfegruppe für Proben, Kostümcheck und in aller Ruhe am Set ankommen eingeplant.
Wenn ich mich recht entsinne gab es technische Schwierigkeiten, jedenfalls kam es zeitlich und organisatorisch zu Verschiebungen und die Geduld und das Stehvermögen wurden anfangs stark auf die Probe gestellt. Natürlich war das anstrengend aber hey: Geduld ist eine Tugend und Grundvoraussetzung bei einem Dreh:-), so konnten wir uns alle in Ruhe während der Wartezeit bei Café und reichlichem Büffet besser kennenlernen…und meine Anspannung legte sich auch ganz schnell. Kurzum ein super nettes, aufgeschlossenes, verrücktes und sympathisches Team.
Vorallem aber die professionelle Ausarbeitung der jeweiligen Rollenprofile und die Zusammenarbeit mit Sascha war für mich eine wertvolle Erfahrung, wie man es sich wünscht und macht Lust auf mehr! Ich freue mich auf das Endresultat. Auf einen erfolgreichen Film! ”

 

Schauspieler Hacky
“Habe alles versucht, der Linse der Kamera auszuweichen und mich dabei nicht im Kabel zwischen Addie und Markus zu verheddern! Das erste hat bis auf einmal geklappt – das zweite, na ja: war nach dem “Danke aus” nie wirklich von Kabelsalat umgeben. Ist aber ab und zu auch etwas schwierig gewesen, Addie und Markus vor allen Stolperfallen wie Stühlen, Tisch oder Ständern fernzuhalten… Danke für einen tollen Drehtag!”

 

 

Helferin Martina
“Ich fand es sehr aufregend erstmals an einem wirklich “Set” zu sein. Ich war ja leider nicht mehr dabei, als der “Dreh” endlich losging.
Die Atmosphäre war ja etwas angespannt und der Drehbeginn zog sich in die Länge. Es waren jedoch alle ganz begeistert von Gabis (unserer) Betreuung und als sie dann endlich ihren Job machen konnte, kehrte etwas Entspannung und Ruhe ein. Die Schauspieler untereinander schienen sich gut zu verstehen und waren ganz bei der Sache. Ich fand es klasse, dass alles zu beobachten zu dürfen.”

 

 

 

 
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