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6.Drehtag – Der Sexte

 

Bananen, Eier, Würstchen, Gurken… nichts konnte an diesem eindeutigen Drehort in den Mund genommen werden, ohne dass es uns vor Gelächter über Zweideutigkeiten im Halse stecken bleib.

Nach den ersten fünf Nonstop-Drehtagen in erotischer Atmosphäre in Bochum und Dortmund bildet heute der Sexpalast in Gelsenkirchen den vorläufigen Abschluss unserer ”Tour de (Auf)Ruhr”. Etwas ausgeschlafener als in den letzten Tagen starten wir hier erst um 18.00 Uhr.

Das Inhaberehepaar Voigt kocht Kaffee für uns, während Ingo Licht einrichtet und ich das Catering auf der Treppe, vor dem Hintergrund nackter Pappschönheiten aufbaue. Zu wenig Abwechlung im Catering kann man mir wirklich nicht vorwerfen.  Dajana schminkt Nico und Beate in der Homo-Videoabteilung, während ein letzter Kunde das Sexkino verlässt. Unsere Jungdarstellerin Melina probt, unterstützt von Coach Jutta, dem scheinbar schwulen Kunden ein paar einschlägige Videos zu verkaufen und gleichzeitig die erfahrene Homosexuellen-Flüsterin zu spielen. Um den Text lockerer zu sprechen schicken wir sie rückwärtsgehend um die Warenregale. Ups, vorsicht die Dildos.

Schon bei der Locationbesichtigung haben Sascha und ich gewusst, hier werden wir Spaß beim Dreh haben. Der Laden ist riesig groß und bunt. Wir entdecken manches Spielzeug, das Fantasie und Lachmuskeln anregt. Da wir die ganze Nacht zum Arbeiten zur Verfügung haben, nehmen wir uns ein bisschen Zeit zum Stöbern. Für das eine oder andere Spielzeug brauchen wir etwas theoretische Nachhilfe vom Fachmann.

Können wir jetzt mal ernsthaft arbeiten? Ok. Erst ist eine kurze Außenszene dran. Niels verfolgt ganz unauffällig Natalja. Dann ein kleines Päuschen mit Würstchen und Gürkchen, wobei man sich ständig vor Lachen verschluckt. Dajana und Jutta versuchen es mit Bananen.

Dann wirds plötzlich seriös. Ruhe bitte, wir drehen. Und alle sind konzentriert. Ich freu mich, heute in einer winzigen Komparsenrolle, die Hüften durch den Shop schwingen zu dürfen. Ich übernehme die Kasse und bediene Frau Rrr Rrrr Rrrrrrrromanov, die sich ein paar Gramm Arbeitskleidung zulegt und mit dunkler Stimme nach ihrer Bestellung fragt.

Auch Regieassistetin Tina schlüpft in eine Rolle. Ob sie als Kundin aber nun der Pornostar ist oder nicht bleibt dem Zuschauer ein Rätsel, denn Nico schafft es versehentlich, bei der Flucht aus dem Laden, einen Schauer von Sexfilmen aus einem Regal hageln zu lassen. Wir brüllen vor Lachen. Sascha gefällt das so gut, dass die Panne unbedingt in den Film muss. Also soll jetzt auch Niels die DVDs aus dem Regal schmeißen, und nochmal und nochmal. Sexshop-Azubi Melina versucht mit sensiblem Gespür für Kunden und  einem sicheren Griff ins Damenspielwarenregal die vermeintliche Darstellerin abzulenken: “Was zum Spielen?”

Herr und Frau Voigt verfolgen geduldig und interessiert unsere Arbeit, die sich durch die ganze Nacht zieht und kochen immer wieder Kaffee, den Addie und Ingo für die Potenz (zu Drehen) brauchen. Markus hält auch ohne Kaffee den Puschel aufrecht und Stripconti – äähm, Scriptconti Nadine machts heute auf dem Boden.

Um Vier Uhr in der Frühe sind wir fertig. Das ganze Team beseitigt die Spuren der Nacht. Die Fahrer holen die Autos. Das Equipment wird eingeladen und  bei Sonnenaufgang  zurück gefahren. Auf der Heimfahrt, den Wagen voller männlicher Teamkollegen, tauschen wir uns über unsere Eindrücke aus, die in den letzten Tagen in einschlägigen Etablissementes enstanden sind.  Unter den verschiedensten Reaktionen habe ich folgenden eindruckollen Spruch behalten: “Ich bin nach den Tagen in diesen Locations so was von angesext!”.

 
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